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Donnerstag, 22. Oktober 2009
pictures 2
theabk, 08:56h

die alte wohnung in baoshan, die neue in changning und die company irgendwo am rand von baoshan
typisch mit bambus eingerüstetes haus
allgegenwärtige transformer
the area around the company
sonnenuntergang irgendwo in der jing'an region
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theabk, 05:45h
nur mal kurz:
montagabend hab ich eine wg gefunden, in der es sich bestimmt nicht schlecht leben lässt. die lage ist relativ zentrumsnah am zhongshanpark. dort ist auch das neunstöckige einkaufszentrum (cloud 9), wovon ich mal ein photo gepostet hab. von der wohnung ist man in 5 minuten an der metro 3, die ich zur arbeit nehmen muss und das viertel ist sehr belebt. aber belebt ist ja fast alles hier.
das ganze hab ich auch noch nicht bei licht gesehen, der gebäudekomplex ist aber ziemlich neu und wirkt sehr behütet.
ich werde dann mit zwei französinnen und einem schweizer zusammen wohnen, alles studenten. die wohnung hat 4 schlafzimmer, 2 badezimmer, einen waschraum, eine küche, einen essraum, ein wohnzimmer und einen balkon. sie ist im 6. stock von vielleicht 15. das weiß ich nicht mehr so genau. außerdem werd ich dann auch zu hause internet haben und es kommt zwei mal die woche eine dame zum putzen vorbei. ein hauch luxus... donnerstag abend fahr ich nach der arbeit wieder dorthin, um den vertrag zu unterschreiben und mal wieder miete und deposit zu bezahlen (sollte man sich nicht angewöhnen, sowas öfter zu machen).
sonst hat sich bei der arbeit nicht viel geändert, ich zeichne immer noch, sitze in meetings (das letzte war mit makrilux, die den hiesigen markiesenmarkt erschließen wollen, leider keine deutschen), ab und zu gibt es diskussionen, team- oder companymeetings und nach der arbeit manchmal eine runde bowlen oder billard spielen ein paar häuser weiter.
zu meinem großen unglück hat das restaurant, wo ich immer gerne mittag gegessen habe wegen umbau zu gemacht und die auswahl der umliegenden garküchen, der ekligen cafeteria oder dann doch etwas teureren restaurants lässt mich mittags leicht verzweifeln. zum glück machen auch die nicht so soliden läden ganz gute nudeln. und kekse gibt es auch haufenweise, die einen über den nachmittag bringen. sogar prinzenrolle kann man kaufen und die schokobrownies sind von „kraft“ und schmecken wie die billigen von sky.
grüße
montagabend hab ich eine wg gefunden, in der es sich bestimmt nicht schlecht leben lässt. die lage ist relativ zentrumsnah am zhongshanpark. dort ist auch das neunstöckige einkaufszentrum (cloud 9), wovon ich mal ein photo gepostet hab. von der wohnung ist man in 5 minuten an der metro 3, die ich zur arbeit nehmen muss und das viertel ist sehr belebt. aber belebt ist ja fast alles hier.
das ganze hab ich auch noch nicht bei licht gesehen, der gebäudekomplex ist aber ziemlich neu und wirkt sehr behütet.
ich werde dann mit zwei französinnen und einem schweizer zusammen wohnen, alles studenten. die wohnung hat 4 schlafzimmer, 2 badezimmer, einen waschraum, eine küche, einen essraum, ein wohnzimmer und einen balkon. sie ist im 6. stock von vielleicht 15. das weiß ich nicht mehr so genau. außerdem werd ich dann auch zu hause internet haben und es kommt zwei mal die woche eine dame zum putzen vorbei. ein hauch luxus... donnerstag abend fahr ich nach der arbeit wieder dorthin, um den vertrag zu unterschreiben und mal wieder miete und deposit zu bezahlen (sollte man sich nicht angewöhnen, sowas öfter zu machen).
sonst hat sich bei der arbeit nicht viel geändert, ich zeichne immer noch, sitze in meetings (das letzte war mit makrilux, die den hiesigen markiesenmarkt erschließen wollen, leider keine deutschen), ab und zu gibt es diskussionen, team- oder companymeetings und nach der arbeit manchmal eine runde bowlen oder billard spielen ein paar häuser weiter.
zu meinem großen unglück hat das restaurant, wo ich immer gerne mittag gegessen habe wegen umbau zu gemacht und die auswahl der umliegenden garküchen, der ekligen cafeteria oder dann doch etwas teureren restaurants lässt mich mittags leicht verzweifeln. zum glück machen auch die nicht so soliden läden ganz gute nudeln. und kekse gibt es auch haufenweise, die einen über den nachmittag bringen. sogar prinzenrolle kann man kaufen und die schokobrownies sind von „kraft“ und schmecken wie die billigen von sky.
grüße
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Montag, 19. Oktober 2009
...
theabk, 06:08h
so, ich bin wieder gesund. interessanter weise gibt es hier bei mcdonalds eine körpertemperaturkontrolle der angestellten. da läuft doch tatsächlich hinterm tresen eine person mit einem richt-thermometer herum, misst die körpertemperatur der bedienung und notiert diese. big ronald is watching you.
hier war letzte woche die fashion week und die international creative industry week. letzteres verbunden mit diversen design veranstaltungen und ausstellungen. im rahmen dessen war ich freitag bei der shanghai pecha kucha night. (->google: pecha kucha, powerpoint gestützte vortragsreihe mit 20 bilder für je 20 sekunden und 11 rednern) vorgetragen haben da hauptsächlich niederländische architekten und designer und ein paar chinesen. das ganze war aber sehr kurzweilig und interessant mit dem schwerpunkt öffentlicher raum. aus meinem büro ist sonst keiner mit da gewesen, aber ich hatte da nervige gesellschaft von einem kleinen dicken amerikaner, der irgendwas mit veranstaltungsorganisation in shanghai macht und einfach angefangen hat, mich zu zu texten.
samstag war ich wieder den ganzen tag im büro. die led-leute sind aus ihrer stadt nach shanghai gekommen und haben ein funktionsmodell von ihrer leuchte mitgebracht. es gab da noch viel zu diskutieren und nachdem die sich um eine stunde verspätet haben, zog sich das bis um 5 hin. das ganze ist unglaublich anstrengend, weil ich da mit 6 chinesen im meetingroom sitze und kein wort verstehe. ab und zu übersetzt mir susie, worum die diskussion gerade geht, viel fragen und diskutieren ist da unter diesen umständen nicht viel gewesen. wenn ich mich versuche in englisch auszudrücken, susie das verstehen und in chinesisch übersetzen muss und dann wieder die antworten der led-leute in englisch übersetzt, ist das fast wie stille post spielen. nicht sehr befriedigend. der howell chef hat mich jedoch nach frankfurt zu irgendeiner messe nächstes jahr eingeladen, wo er mit seiner firma ist, und ich habe den verdacht, dass ich nur stundenlang dabei sitzen muss, weil europäer bin.
ich habe dann abends einen riesen rummel verursacht, indem ich bei mir im viertel zum friseur gegangen bin. in dem laden konnte keiner englisch und irgendwie konnte es von den leuten da keiner fassen, dass ich mir die haare schneiden lassen will. ich hab dann schon überlegt, ob ich vielleicht in einem damen-friseursalon gelandet bin, weil der aufstand, verbunden mit viel gekicher und einem auflauf von leuten, für uns relativ ungewöhnlich ist. letztendlich hab ich dann aber von der etwas älteren chefin die haare geschnitten bekommen und bin somit wahrscheinlich der erste nicht-chinese, der dort seine haare gelassen hat.
nachts gings dann mit den leuten von der tongji uni in die bar rouge. leider sehr teuer, aber die aussicht über das pudong-ufer ist enorm und der stil ganz cool. das publikum dort war etwa das umgekehrte verhältnis von chinesen und ausländern im vergleich zum bild auf der straße. komisch, wie sich die einzelnen gruppen immer irgendwo anhäufen.
sonntag hab ich mit etwas ausschlafen und der suche nach normalen, billigen schwarzen t-shirts verbracht. gibt es hier nicht. dafür hab ich mir eine hose gekauft. ich überlege schon, zu h&m zu gehen und nach t-shirts zu gucken. außerdem war ich mit bill und loki in ein paar designausstellungen. unter andrem beim if-china.
ich werd mich jetzt verstärkt auf die suche nach einer wohnung im stadtzentrum machen, auch wenn das bedeutet, dass ich dann zu arbeit länger metro fahren muss, aber die stadt ist doch was ganz anderes im zentrum, als hier draußen in baoshan.
hier war letzte woche die fashion week und die international creative industry week. letzteres verbunden mit diversen design veranstaltungen und ausstellungen. im rahmen dessen war ich freitag bei der shanghai pecha kucha night. (->google: pecha kucha, powerpoint gestützte vortragsreihe mit 20 bilder für je 20 sekunden und 11 rednern) vorgetragen haben da hauptsächlich niederländische architekten und designer und ein paar chinesen. das ganze war aber sehr kurzweilig und interessant mit dem schwerpunkt öffentlicher raum. aus meinem büro ist sonst keiner mit da gewesen, aber ich hatte da nervige gesellschaft von einem kleinen dicken amerikaner, der irgendwas mit veranstaltungsorganisation in shanghai macht und einfach angefangen hat, mich zu zu texten.
samstag war ich wieder den ganzen tag im büro. die led-leute sind aus ihrer stadt nach shanghai gekommen und haben ein funktionsmodell von ihrer leuchte mitgebracht. es gab da noch viel zu diskutieren und nachdem die sich um eine stunde verspätet haben, zog sich das bis um 5 hin. das ganze ist unglaublich anstrengend, weil ich da mit 6 chinesen im meetingroom sitze und kein wort verstehe. ab und zu übersetzt mir susie, worum die diskussion gerade geht, viel fragen und diskutieren ist da unter diesen umständen nicht viel gewesen. wenn ich mich versuche in englisch auszudrücken, susie das verstehen und in chinesisch übersetzen muss und dann wieder die antworten der led-leute in englisch übersetzt, ist das fast wie stille post spielen. nicht sehr befriedigend. der howell chef hat mich jedoch nach frankfurt zu irgendeiner messe nächstes jahr eingeladen, wo er mit seiner firma ist, und ich habe den verdacht, dass ich nur stundenlang dabei sitzen muss, weil europäer bin.
ich habe dann abends einen riesen rummel verursacht, indem ich bei mir im viertel zum friseur gegangen bin. in dem laden konnte keiner englisch und irgendwie konnte es von den leuten da keiner fassen, dass ich mir die haare schneiden lassen will. ich hab dann schon überlegt, ob ich vielleicht in einem damen-friseursalon gelandet bin, weil der aufstand, verbunden mit viel gekicher und einem auflauf von leuten, für uns relativ ungewöhnlich ist. letztendlich hab ich dann aber von der etwas älteren chefin die haare geschnitten bekommen und bin somit wahrscheinlich der erste nicht-chinese, der dort seine haare gelassen hat.
nachts gings dann mit den leuten von der tongji uni in die bar rouge. leider sehr teuer, aber die aussicht über das pudong-ufer ist enorm und der stil ganz cool. das publikum dort war etwa das umgekehrte verhältnis von chinesen und ausländern im vergleich zum bild auf der straße. komisch, wie sich die einzelnen gruppen immer irgendwo anhäufen.
sonntag hab ich mit etwas ausschlafen und der suche nach normalen, billigen schwarzen t-shirts verbracht. gibt es hier nicht. dafür hab ich mir eine hose gekauft. ich überlege schon, zu h&m zu gehen und nach t-shirts zu gucken. außerdem war ich mit bill und loki in ein paar designausstellungen. unter andrem beim if-china.
ich werd mich jetzt verstärkt auf die suche nach einer wohnung im stadtzentrum machen, auch wenn das bedeutet, dass ich dann zu arbeit länger metro fahren muss, aber die stadt ist doch was ganz anderes im zentrum, als hier draußen in baoshan.
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Donnerstag, 15. Oktober 2009
pictures
theabk, 09:08h

mein tägliches frühstück sieht in etwa so aus. irgendein fladen mit viel ei und grünem zeug.
auf dem fischmarkt beim krebse kaufen

krebse zubereitet

links ist die company, in der rechten hälfte ist nur ein großer raum, voll mit müll und einer familie, die da drin haust.

gebäude gegenüber von der company
neunstöckiges einkaufszentrum am zhongshanpark
landschaft auf dem weg nach yuyao
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in the beginning...
theabk, 05:40h
okay, ich muss vielleicht meinen letzten eintrag etwas zurechtrücken. wie immer fällt mir zuerst alles auf, was mir nicht gefällt, oder woran ich mich stoße, bzw. worüber ich mich wundere. ich will keinesfalls die chinesen schlecht reden. ich sitze genau so viel einfach nur rum, wenn auch mit offenem mund vor staunen in dieser komischen welt hier. faul sind die chinesen auch nicht, selbst wenn sie ab und zu mal den kopf auf die tischplatte legen zum nickerchen. es ist nur alles etwas anders hier und ich mäkel ja gerne etwas rum...
montag ging es endlich los. joyoung, eine firma, die hauptsächlich küchengeräte für den chinesischen markt herstellt kam zu einem meeting in das neue büro und hat eine präsentation gehalten. mein task: ein soy milk maker. das gerät ist etwa so groß wie ein wasserkocher und funktioniert auch fast so, bis auf dass in ihn noch eine art mixer integriert ist, der sojabohnen püriert und so zusammen mit warmem wasser sojamilch herstellt. ich hab also fröhlich angefangen zu skribbeln. so verging irgendwie der tag.
abends hab ich dann mal fest gestellt, dass die dvds, die man hier für 70 cent bis max. 1,5 euro kaufen kann, nicht optimal funktionieren und irgendwo in der mitte hängen bleiben. dumm, dass man das erst nach dem halben film merkt. naja.
dienstag sind wir (jamy, susi, anthony (-> die chinesen übersetzen ihre namen gerne in englische namen, die sich so ähnlich anhören, wie ihre chinesischen) und ich) mit jamy‘s auto nach yujao gefahren. das ist etwa 4 stunden von shanghai entfernt. weil eine autobahnausfahrt gesperrt war und trotz zwei gps-geräten der weg nicht zu finden war, brauchten wir 5 stunden. auf dem weg liegt eine unglaubliche brücke, die etwa 35 kilometer lang ist und eine meeresbucht bei cixi überbrückt. dagegen ist die sundbrücke nach schweden relativ unausgewachsen.
in yuyao ist das fabrikgelände von howell einem kunden der leds herstellt. jamy hält eine relativ lange präsentation über sich, die firma, unser designverständnis und ein paar projekte, die von der firma betreut wurden. der sitzungsraum ist voll mit den chefs, ingenieuren und beratern. es lässt sich auch bei den chinesen immer schwer sagen, ob zum beispiel die rolex am handgelenk von dem howell-chef echt ist oder nicht. der chayenne vor der tür spricht ein bischen dafür, dass im büro auch manche eine tragen dagegen.
naja. ergebnis vom tag war jedenfalls vier neue aufträge über eine led-panel leuchte. da mach ich nun auch mit, die beiden andren mahnen aber zur ruhe: zeichnungen zu konzepten soll es nächste woche geben, howell will in drei wochen ein ergebnis haben. wir sind sehr spät abends wieder zurück. die straßen hier sind wie autofahren im computerspiel - bloß in realität. zurück brauchten wir 4,5 stunden. plus eine stunde metro in mein viertel...
wirklich viel natur hab ich nicht gesehen, in der ferne ein paar berge. hier und da ein bambuswäldchen, viel zersiedelte landschaft, chinesische felderwirtschaften jede menge müll und viel autobahn. insgesamt wars aber auch sehr diesig.
heute (also mittwoch) bin ich erkältet. ich geb der klimaanlage gestern im auto die schuld. die war knallhart auf 16 grad gestellt. saukalt. außerdem haben wir zwischendurch für drei stunden immer die gleiche cd in schleife gehört, aber davon wird man ja nicht krank. zu meiner beruhigung geht es anthony auch nicht gut und er legt sich in der firma erst mal hin. susi kommt erst zum mittag. es hat also nicht nur mich erwischt.
ich sketche wieder den genzen tag an dem soy milk maker herum und finde das ding zusehends problematischer. er soll in der unteren preiskategorie angesiedelt sein, bei etwa 399 rmb. dehalb darf er nicht so stylisch sein, wie der teurere für 699 rmb. zielgruppe sind solide hausfrauen. er soll stabil aber nicht schwerfällig wirken. nicht zu elegent, eher wie ein preiswertes produkt eben. aber dann doch nicht scheiße aussehen. tschuldigung.
naja, das beschäftigt mich erstmal. zur abwechslung will ich meine konzepte in illustrator und photoshop umsetzen. das wird allerdings gestoppt. ich soll weiter zeichnen, zeichnen, zeichnen. illustrator und ps bekommt erst der kunde in einer präsentation am ende. 3d machen die hier in der firma auch relativ wenig beim entwurf. meist nur seitenansichten und dann baut das wer andres...
mittagessen heute war echt mal eklig. wir haben in einer kantine (wenn man das so nennen darf) gegessen, hier auf dem großen gelände. das essen geht dann auf firmenrechnung. aber ich gehe morgen lieber wieder ins restaurant.
bilder kann ich irgendwie nicht gut hochladen. weil das zu lange dauert oder so, wird der vorgang immer abgebrochen. ich versuchs weiter.
zack.
montag ging es endlich los. joyoung, eine firma, die hauptsächlich küchengeräte für den chinesischen markt herstellt kam zu einem meeting in das neue büro und hat eine präsentation gehalten. mein task: ein soy milk maker. das gerät ist etwa so groß wie ein wasserkocher und funktioniert auch fast so, bis auf dass in ihn noch eine art mixer integriert ist, der sojabohnen püriert und so zusammen mit warmem wasser sojamilch herstellt. ich hab also fröhlich angefangen zu skribbeln. so verging irgendwie der tag.
abends hab ich dann mal fest gestellt, dass die dvds, die man hier für 70 cent bis max. 1,5 euro kaufen kann, nicht optimal funktionieren und irgendwo in der mitte hängen bleiben. dumm, dass man das erst nach dem halben film merkt. naja.
dienstag sind wir (jamy, susi, anthony (-> die chinesen übersetzen ihre namen gerne in englische namen, die sich so ähnlich anhören, wie ihre chinesischen) und ich) mit jamy‘s auto nach yujao gefahren. das ist etwa 4 stunden von shanghai entfernt. weil eine autobahnausfahrt gesperrt war und trotz zwei gps-geräten der weg nicht zu finden war, brauchten wir 5 stunden. auf dem weg liegt eine unglaubliche brücke, die etwa 35 kilometer lang ist und eine meeresbucht bei cixi überbrückt. dagegen ist die sundbrücke nach schweden relativ unausgewachsen.
in yuyao ist das fabrikgelände von howell einem kunden der leds herstellt. jamy hält eine relativ lange präsentation über sich, die firma, unser designverständnis und ein paar projekte, die von der firma betreut wurden. der sitzungsraum ist voll mit den chefs, ingenieuren und beratern. es lässt sich auch bei den chinesen immer schwer sagen, ob zum beispiel die rolex am handgelenk von dem howell-chef echt ist oder nicht. der chayenne vor der tür spricht ein bischen dafür, dass im büro auch manche eine tragen dagegen.
naja. ergebnis vom tag war jedenfalls vier neue aufträge über eine led-panel leuchte. da mach ich nun auch mit, die beiden andren mahnen aber zur ruhe: zeichnungen zu konzepten soll es nächste woche geben, howell will in drei wochen ein ergebnis haben. wir sind sehr spät abends wieder zurück. die straßen hier sind wie autofahren im computerspiel - bloß in realität. zurück brauchten wir 4,5 stunden. plus eine stunde metro in mein viertel...
wirklich viel natur hab ich nicht gesehen, in der ferne ein paar berge. hier und da ein bambuswäldchen, viel zersiedelte landschaft, chinesische felderwirtschaften jede menge müll und viel autobahn. insgesamt wars aber auch sehr diesig.
heute (also mittwoch) bin ich erkältet. ich geb der klimaanlage gestern im auto die schuld. die war knallhart auf 16 grad gestellt. saukalt. außerdem haben wir zwischendurch für drei stunden immer die gleiche cd in schleife gehört, aber davon wird man ja nicht krank. zu meiner beruhigung geht es anthony auch nicht gut und er legt sich in der firma erst mal hin. susi kommt erst zum mittag. es hat also nicht nur mich erwischt.
ich sketche wieder den genzen tag an dem soy milk maker herum und finde das ding zusehends problematischer. er soll in der unteren preiskategorie angesiedelt sein, bei etwa 399 rmb. dehalb darf er nicht so stylisch sein, wie der teurere für 699 rmb. zielgruppe sind solide hausfrauen. er soll stabil aber nicht schwerfällig wirken. nicht zu elegent, eher wie ein preiswertes produkt eben. aber dann doch nicht scheiße aussehen. tschuldigung.
naja, das beschäftigt mich erstmal. zur abwechslung will ich meine konzepte in illustrator und photoshop umsetzen. das wird allerdings gestoppt. ich soll weiter zeichnen, zeichnen, zeichnen. illustrator und ps bekommt erst der kunde in einer präsentation am ende. 3d machen die hier in der firma auch relativ wenig beim entwurf. meist nur seitenansichten und dann baut das wer andres...
mittagessen heute war echt mal eklig. wir haben in einer kantine (wenn man das so nennen darf) gegessen, hier auf dem großen gelände. das essen geht dann auf firmenrechnung. aber ich gehe morgen lieber wieder ins restaurant.
bilder kann ich irgendwie nicht gut hochladen. weil das zu lange dauert oder so, wird der vorgang immer abgebrochen. ich versuchs weiter.
zack.
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